Freitag, 11. Januar 2013

Zu schnell vorbei.


Träume.
Wenn ich groß bin, werde ich Rocklieder singen, für eine Zeitung schreiben, bedeutende Filme drehen, den Einen heiraten, Kinder unterrichten, einen Golden Retriever beherbergen, nie mehr Jeans anziehen – die kratzen!, nur noch Pizza & Süßigkeiten essen, nie mehr Hausaufgaben machen und ganz vielleicht mich endlich in Sailor Moon verwandeln.

Wirklichkeit.
Groß bin ich nie geworden – ich sehe mir die Welt lieber von unten an.
Von mir hingesummte Melodien bringen meine Umwelt zum Lachen.
Irgendwann möchte ich meine Worte auf gedrucktem Papier sehen.
Erstaunlicherweise drehe ich tatsächlich einen bedeutenden Film momentan – für meine Spanischnote.
Die Tugend der Geduld kann ich nicht zu meinen Stärken zählen – eine Eigenschaft, die angehende Pädagogen auszeichnen sollte.
In meiner Wohnung darf ich keine Tiere halten.
Jeans trage ich selten – auch wenn sie nicht kratzen …
Obst – bunt, facettenreich und für gut befunden. Süßigkeiten machen mich oft genug glücklich.
Montags verbringe ich quälende Stunden mit Vorbereitung.
Ich finde mein Mondzepter nicht.

Erwartungen.
Die Zeit scheint uns davon zu rennen. Gestern noch geträumt, heute schon gelebt.
Atmen – wir wollen einfach nur mal durchatmen. Aber dafür bleibt keine Zeit.
Alles ist so eng getaktet, damit wir keinen Moment verpassen.
Es könnten die besten Momente unseres Lebens werden.
Wir haben unsere Pläne nicht nur im Kopf – wir bringen sie zu Papier, sie werden lebendig, wir halten sie uns vor Augen, damit nichts vergessen bleibt.
So viele Möglichkeiten, jede Entscheidung könnte die Richtige sein.
Besser, weiter, höher – hört nicht auf zu laufen, der Weg ist noch weit.
Triviale Blättchen bieten keine Lebensanleitung.
Es ist einfach zu schnell vorbei.

Zeit.
Zwischen Visionen, die mich im Moment mehr denn je heimsuchen; Lernstress, den ich mir selbst auferlege; und einem – wie und je- vollen Terminkalender; atme ich tief durch und genieße die leisen Augenblicke des Glücks.
Und arbeite an der Verwirklichung meiner Träume – denn ich will mehr.
Weil es eben nicht zu schnell vorbei ist.
Ich nehme mir alle Zeit der Welt.


2 Kommentare: